Imkerkurs

Unterstützung und Ausbildung von Imkern

Verständnis “des Bien”


 – das Volk als Ganzes –

einzelnes Individuum könnte nicht überleben
Demokratie im Bienenvolk (Abstimmung, Arbeiterinnen haben das Sagen)
Verständigung im Bienenvolk (u. a. Schwänzel-/Rundtanz)
Vorkommen seit 100 Mio. Jahren (Bild: Fund Biene im Bernstein)
Sommer ca. 20.000 bis 50.000 Bienen, Winter mind. 5.000-10.000
Volksentwicklung über den Jahresverlauf
Natürliche Vermehrung durch Schwarmtrieb
Grundbedürfnisse: Nahrung => Pollenvielfalt, Wohnraum, Zusammenhalt => Überleben nur in Gemeinschaft möglich,
Stocktemperatur ca. 35 °C (wenn Brut vorhanden)

Bienenwesen (Bilder: Königin, Arbeiterin, Drohn – im Vergleich: Bildarchiv Peter: http://www.meine-Biene.de)

Königin (Weisel)
1x pro Volk
Lebensdauer bis zu 5 Jahre
Entwicklungszeit: 16 Tage in der Weiselzelle
Giftblase voll entwickelt um Konkurrentinnen zu beseitigen
Würde nie eine Arbeiterin stechen/umbringen
Entstehung von Eiablage bis Schlüpfen => Jungkönigin, Hochzeitsflug Begattung durch mehrere Drohnen, Beginn der Eiablage nach 10 Tagen
Nutzen: Nachwuchs, Pheromone, Steuerung, Vererbung der Eigenschaften…

Drohn
Entstehen aus unbefruchteten Eiern
Entwicklungszeit: 24 Tage
Größe der Drohnenzellen
Anatomie: Kein Stachel, Körpergröße, größere Facettenaugen
Vorkommen von März bis September (Drohnenschlacht)
Anzahl der Drohnen im Volk ca. 1.500
Vagabundenleben
Nutzen: Begattung der Jungköniginnen während des Hochzeitsfluges an Drohnensammelplätzen => sterben bei der Begattung, Vererbung der Gene
Arbeiterin
Entstehen aus befruchteten Eiern
Entwicklungszeit: 21 Tage
Der Trieb Eier zu legen (2-4 Eistränge im Gegensatz zur Königin die ca. 140 hat) wird durch die Königinnenpheromone unterdrückt => Fehlt die Königin => Drohnenbrütiges Volk
Lebensdauer: Sommer bis 40 Tage; Winter bis 6 Monate
Giftblase erst ein paar Tage nach dem Schlüpfen gefüllt und zum Einsatz bereit
Stirbt nach dem Stich in die Haut
Lebenslauf/“Karriereleiter“ im Bienenstock http://www.meine-biene.de
Ist für das Überleben des Volkes verantwortlich wegen kontinuierlicher Nahrungsbeschaffung von Nektar, Pollen, Wasser
Sammelleidenschaft, sammelt mehr Honig als das Bienenvolk benötigt
Anatomie/Funktion der wichtigsten Organe und Drüsen
(Schaubild)
Innere Aufbau/Organe: Honigmagen, Herzschlauch, Tracheen, Futtersaftdrüse, Giftblase/Stachel, Wachsdrüsen => Ausschwitzen über Bauchplatten
Äussere Organe: Rüssel/Löffel, 2 Flügelpaare, Facettenaugen (UV-Sicht/Farben der Blüten), Punktaugen, Fühler => Geruch, Beinpaare => Funktionen/Pollenhosen/Putzscharten, Behaarung => statische Aufladung
Orientierung der Honigbiene
Sonnenstand (auch bei bewölkter Witterung), Düfte, Stockduft, „Stockdunkel“ Vibration, Pheromone der Königin sorgen für ein ausgeglichenes „Betriebsklima“,

Hauptaufgaben (siehe Bilder http://www.meine-biene.de):
Wabenbau: zur Lagerung des Nahrungsvorrates, Aufzucht des Nachwuchses
Klimaregulierung im Bienenstock (heizen, belüften, kühlen)
Honigbereitung: vom Nektar zum Honig (Reduzierung Wassergehalt, Anreicherung durch Enzyme)
Verhaltensweisen
Räuberei
Sammelflug/Trachtflug
Weisellosigkeit
Gewitterstimmung
Reinigungsflug nach langer Pause
„Einfliegen“ von Jungbienen
Fremde Düfte (Parfum, Banane essen am Bienenvolk, Alkohol, Angstschweiss)
Verteidigung des Stockes
Lautstärke des Bienenvolkes (Brausen, ruhiges Brummen im zufriedenen Volk)

Leistung der Bienen
Sammelleistung:
500 g Honig ca. 3x um die Erde
500 g Honig erfordern 7 Mio. Blütenbesuche
ca. 80 l Wasser/Jahr
ca. 50 kg Pollen/Jahr
ca. 100 kg Nektar/Jahr Eigenbedarf
durch Populationsgröße hat 1 Bienenvolk die Bestäubungsleistung so stark wie 500 Hummelvölker
3 km Sammelradius (im Normalfall)
Ein Bienenvolk gibt 20 kg Biomasse an Umgebung ab/

 

Anforderungen an den Standort

Bestäubungsleistung
80 – 85 % unserer Kultur und Nutzpflanzen werden von Honigbienen bestäubt
Blütenstetigkeit
Ertragssteigerung für Landwirte

Umweltindikatoren
Vergiftungen durch Umweltgifte/Pestizide/Unfälle in der Ausbringung von Dünger etc.
Imker merkt durch die Betreuung der Bienenvölker wenn etwas in der Umwelt nicht stimmt
Neuimker zu Eigeninitiative ermutigen, Gespräche mit Landwirten am Bienenstandort, Absprachen mit Grundstücksbesitzern im „Flugradius“
Veterinäramt, Landwirtschaftsamt => Vorträge zu Spritzmitteln

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